Fussballverband Region Zürich

Interne Instruktorenweiterbildung

Am Montagabend, 6. Dezember 2021 führte der FVRZ die obligatorische interne Instruktorenweiterbildung durch.

Knapp 30 Instruktoren, darunter mit Adrienne Krysl auch eine Instruktorin, trafen sich im Illnauer-Saal des Restaurants Rössli unter der Leitung des Technischen Leiters, Pascal Humbel, zu einer internen Weiterbildung mit dem Thema «Vermitteln». Auch Vertreter des Sportamts Kanton Zürich und Theo Widmer, Leiter der Technischen Abteilung, waren zugegen.

Das Ziel bestand darin, den Teilnehmenden Inputs fürs Unterrichten mit den Trainerinnen und Trainern in den Kursen zu geben, damit die Unterrichtskompetenzen und somit die Ausbildungsqualität weiter gesteigert werden können. Nach einer theoretischen Einführung durch Pascal Humbel wurden in vier Workshops folgende Themen behandelt: Frage-Techniken, Feedback-Regeln, Aktives Zuhören, Besprechung eines Fallbeispiels. Anschliessend folgte eine Zusammenfassung der Workshops im Plenum. Es gab einen spannenden und lehrreichen Austausch unter den Ausbildnern. Mit Sicherheit wurden alle Anwesenden zum Denken angeregt – sie werden viele Inputs und Ideen für ihre zukünftige Tätigkeit in der Trainerausbildung mitnehmen und umsetzen.

Nach einem kurzen Infoblock ging es zum geselligen Teil in Form eines Apéros und eines Nachtessens. Bei gemütlichem Beisammensein wurde selbstverständlich viel über Fussball, aber auch über Gott und die Welt diskutiert und philosophiert.

Im Rahmen dieses Anlasses fanden auch einige Ehrungen statt. So wurde der langjährige Leiter Ressort Ausbildung des FVRZ, Oscar Mesonero, für seine 12-jährige Arbeit, welche er mit grosser Fachkompetenz, hoher Zuverlässigkeit und leidenschaftlichem Engagement ausführte, verdankt und verdientermassen reichlich beschenkt. Er hat massgeblich zur ausgezeichneten Qualität der Trainerausbildung in unserer Region beigetragen und wird dem FVRZ glücklicherweise weiterhin als Kursleiter und Klassenlehrer erhalten bleiben. Peter Traber, der 24 Jahre als Instruktor in unzähligen Trainerkursen für den FVRZ im Einsatz stand, wurde altershalber verabschiedet. Von seinem Fachwissen und seiner grossen Erfahrung konnten etliche Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer in den letzten Jahren profitieren. In den 1418coach-Kursen bleibt er weiterhin im Einsatz. Als Neu-Instruktoren wurden Thomas Grolp (Kinderfussball) und Balz Rau im Kreis des Instruktorenkaders herzlich willkommen geheissen.

Verdienstvolle Instruktoren Oscar Mesonero (links) und Peter Traber

Neu-Instruktoren Balz Rau (links) und Thomas Grolp

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Abstriche bei den Ansprüchen

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch  

Gibts Schöneres im Sport, als in einem Team Gemeinsames zu erleben? Miteinander trainieren, spielen, fokussieren, eins oder zwei oder drei trinken, diskutieren, mutmassen, realisieren – und was da sonst noch im Zusammen anfällt. Wenn Menschen mit all ihren Individualitäten und Charakteren eine möglichst funktionierende Einheit bilden soll(t)en, ist allein dies schon eine Herausforderung. Im Sport lassen sich Ziele deklarieren und während einer Saison daran arbeiten, sie lebendig-permanent anzupeilen oder aber mit geringfügigen bis starken Korrekturen zu versehen.

Die Saisons in den Regionalverbänden neigen sich in Richtung deren Ende. Vieles wurde oder wird noch erreicht, mindestens in der Summe ähnlich wird oder wurde verpasst. Oft tun sich kleine oder grössere Kluften auf zwischen Ansprüchen und Abstrichen. Gerade diese «Gräben» gehören mit zur Herausforderung Teamsport. Der faszinierende Fehlersport Fussball zeigt seine Stärke auf dem Feld in möglichst vielen gewonnenen Spielen. Umgekehrt wird ein Team dann gefordert, wenns Enttäuschungen gibt, Spiele verloren gehen, obwohl man sie eigentlich hätte gewinnen müssen. Wenns in der Rangliste abwärts geht, hat niemand was zu lachen.

Dann zählt Menschliches. Komisch ist: Obwohl jedes Individuum ein Leben lang einen Menschen kennen sollte – sich selbst – scheint eine objektive Selbsteinschätzung etwas vom Schwierigsten. Auf eine Mannschaft summiert, kommt eher selten vor, dass ein Team einen zu Saisonbeginn prognostizierten Rang erreicht. In der Mehrheit der Fälle dürfte die Voraussage zu hoch gegriffen worden sein.

Na und? Doch nicht so gut wie gedacht? Abstiegsplatz statt «sicheres Mittelfeld»? Kennt jemand einen Alpinisten, der immer nur die Berge hochklettert und nie einen symbolischen wie konkreten Abstieg macht? Er weiss, dass beides dazu gehört. Nirgendwo gehts immer nur «obsi»; kein Team kommt während einer Saison ohne kürzere oder längere Flauten aus. Wer im Breiten-/Amateurfussball daraus ein Problem macht – der hat ein Problem.

Auch wenn dies in der allgemeinen Wahrnehmung zwischen unbekannt bis fast widersinnig erscheint: Der Fussball spielt Menschen. Es war noch nie umgekehrt.