Fussballverband Region Zürich

Kurs Footeco-Botschafter

Betrifft: Verantwortliche für Juniorinnen/Junioren und andere Interessierte an Footeco.

Seit Sommer 2012 heisst die erste Stufe der SFV-Nachwuchsförderung FOOTECO. Talentierte Mädchen und Knaben im Alter zwischen 11 und 14 Jahren werden von den Stammvereinen gezielt ausgewählt und den Spitzenvereinen gemeldet. Eine Evaluation vom Sportamt Kanton Zürich hat ergeben, dass Footeco in der Region FVRZ sehr gut funktioniert und die Ziele erreicht wurden. Optimierungspotenzial wurde in der Kommunikation und in der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen involvierten Partnern geortet. Genau hier setzt der Botschafterkurs an. Eine wichtige Funktion des Footeco-Botschafters ist, die Verbindung zwischen dem Breiten- und dem Spitzenverein herzustellen, insbesondere auch bei der Selektion, Meldung und Begleitung von potenziellen Talenten aus dem eigenen Verein.

Ein Schwerpunkt in diesem Kurs ist, wie man potenzielle Talente im eigenen Verein besser erkennen und einstufen kann und wie man „seine Footeco- Spieler“ besser begleiten kann. Man lernt aber auch Footeco genau kennen und erlebt, wie man die Kinder im Verein noch besser trainieren und coachen kann. Nach Absolvierung des Kurses kann man im eigenen Verein als Footeco-Koordinator tätig sein (Meldung potenzieller Talente für Footeco, Betreuung bestehender Spieler im Footeco etc.) und ist so ein sehr wichtiges Bindeglied zwischen dem Regionalverein und Footeco.

Dieser Botschafterkurs richtet sich an Verantwortliche für Juniorinnen/Junioren und andere Interessierte an Footeco.

Der Kurs dauert von September 2022 – Mai 2023 und umfasst sechs Module (vier am Abend, eines an einem Samstag und eines an einem Sonntagvormittag (siehe Kursprogramm).

  • Interessierst du dich für Footeco?
  • Freust du dich, wenn die Kinder Fortschritte machen?
  • Bist du bereit, etwas Zeit für deine Weiterentwicklung im Bereich Footeco zu investieren?
  • Möchtest du in deinem Verein für die aktuellen und zukünftigen Footeco-SpielerInnen verantwortlich sein?

Pascal Humbel (Technischer Leiter des FVRZ), und Theo Widmer (Koordinator Footeco Zürich) organisieren deshalb diesen speziellen, freiwilligen Kurs für Footeco-Botschafter. Falls die vorherigen Fragen mit „Ja“ beantwortet werden können, steht einer Anmeldung nichts mehr im Wege!

Für die Teilnahme an diesem Kurs gibt es keine Altersbeschränkung und es ist auch kein Trainerdiplom notwendig. Bei Beendigung des Kurses bekommst du ein Zertifikat als Footeco Botschafter

Die Kurskosten betragen CHF 100.00 und beinhalten sämtliche Unterlagen, Getränke und allfällige Verpflegung bei den Modulen.

Weitere Details zum Kurs: Kursprogramm

Anmeldung mit Anmeldeformular: Word zum Ausfüllen

Anmeldeschluss ist der 24. August 2022!

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Die fast vergessene Intuition

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch  

Also einfach mal angenommen: Ich wäre viel, viel, viel jünger und würde der Gilde der gesuchten Profifussballer angehören. Meine Referenzen wären: physisch stark, technisch hervorragend, Koryphäe im Kopfball, überall einsetzbar und mit weit überdurchschnittlicher Spielintelligenz ausgestattet. Einfach so ähnlich wie Luca Modric oder Andrés Iniesta. Dass ich all diese Vorzüge einst in der dritten und vierten Liga nicht wie erwähnt ausspielen konnte, muss ehrlicherweise beigefügt sein.

Aber zurück zur Annahme: Es käme ein Angebot von Atlético Madrid. Wär ja möglich. Dann müsste ich mich hinsetzen und überlegen, ob die Rojiblancos eine Adresse wären. Tönte interessant. Dann aber das Aber: Brauch ich das – den Diego Simeone draussen an der Linie? Diesen Zappelphilipp-Zampano, immer zwischen Kult, Unterhaltung und einfach nur nervend? Keine (Vor-)Urteile: Mag ja sein, dass der 52-jährige Argentinier privat ein mehr als angenehmer Zeitgenosse ist und von dem ich fussballerisch noch einiges hinzu lernen könnte.

Aber jeder macht sein Image selbst. Wenns mich schon ab und zu auf regionalen Fussballplätzen stört, dass Trainer – subjektiv wahrgenommen – viel zu viel aufs Feld rufen, fast unaufhörlich auf Fehler hinweisen, Spieler von da nach dort beordern – nein danke. Niemand hat etwas gegen punktuellen Fokus, der auch verbal kund getan werden soll. Aber zu oft werden Engagement und Temperament so ausgelebt, dass Verantwortliche teilweise fast wie süchtig erscheinen.

«Geh nach dahin, lauf nach dorthin, mach dies, mach jenes, weshalb so und nicht richtig». Richtig? Ach Trainer – sei einfach still. Fussball ist und bleibt ein Fehlersport, und kein Spieler hat je jemals etwas absichtlich «falsch» gemacht. Und dein Hinweis, dass das im Training doch alles geübt wurde und jetzt dennoch nicht klappt – na und? ICH spiele und nicht du. Von draussen ist alles Theorie. Und dein Tipp, dass man doch in dieser Szene hätte SO stehen müssen und nicht anders – die Szene ist längst vorbei. Und wenn ich nächstes Mal so stehe, wie du forderst, kommt situationsbedingt eventuell genau das Falsche heraus.

Trainer: Schau zu, was gespielt wird. Du kriegst in jedem Match Anschauungsunterricht, woran im nächsten Training gearbeitet werden müsste. Und eines noch: lass uns mehr spielen. Ja, einfach spielen. Die individuelle Intuition ist und bleibt das A und O. Fast schon tragisch, dass in so gut wie keinem Lehrgang, in so gut wie keinem Lehrbuch auf diese Komponente eingegangen wird. Und so ist und bleibt die Eigenerfahrung der unangefochten beste Lehrmeister.