Fussballverband Region Zürich

Die vier Senioren-Partien bescherten 32 Treffer

Gestern Freitagabend gehörte das FVRZ-Cupfinalwochenende ausschliesslich der Seniorenabteilung. Dass ausgerechnet zu Beginn der vier Endspiele der vorab teils massive Regenfall aufhörte, durfte als Omen für einen attraktiven Fussballabend gewertet werden. Der Organisator konnte total 530 Zuschauer willkommen heissen.

 

Senioren 30+: Kantersieg für Red Star

Das oberklassige Red Star spielte seine Favoritenrolle von Beginn weg aus. Nach den beiden Starttreffern in der ersten Viertelstunde war die Begegnung bereits vorentschieden und harrte im weiteren Verlauf ihrer eindrücklichen Bestätigung. Das deutlich unterlegene Wald gab dennoch einen positiven Eindruck ab: dem Amateurgedanken «dabei sein hat seinen eigenen Wert» wurde während und nach der Partie sichtbar nachgelebt.

Wald – Red Star 0:7 (0:3)
180 Zuschauer. Schiedsrichter: Victor Luis Reginato. Assistenten: Leonel Vaz, Rui Miguel Rocha.
Tore: 8. Dössegger 0:1. 14. Zogg 0:2. 40. Seidel 0:3. 46. Dössegger 0:4. 59. Gut 0:5. 72. Gut 0:6. 78. Seidel 0:7.

Wald: Patrick Fehr; Boris Juric, van Moorsel, Osmani, Mächler, Hübscher, Reto Fehr, Davor Juric, Schaufelberger, Strehler, Muhaxheri. – Einwechselspieler: Honegger, Schläpfer, Fabian Brunner, Strehler, Wolf, Wettstein, Marco Brunner.
Red Star: Gasser; Dössegger, Korrodi, Boos, Weber, Seidel, Zogg, Meier, Fabbricatore, Schlänger, Häcki. – Einwechselspieler: Stucki, Fisch, Krapf, Gut, Cerezo, Schnidrig.
Bemerkungen: Wald ohne Manser, Puzzo und Ivan Duric (alle verletzt) sowie Heyden, Staub, Weissenbach und Blazenovic (alle abwesend). Red Star ohne Genoud (gesperrt), Würmli und Fassnacht (verletzt) sowie Nef, Castellana und Gossweiler (alle abwesend). Sieger Red Star für den Schweizer Cup qualifiziert.

 

Senioren 40+: trotz längerer nummerischer Unterzahl gewonnen

Lange Zeit konnte sich Rümlang als Sieger wähnen. Zehn Minuten nach einem Notbremse-Platzverweis gegen Srbija gelang der Führungstreffer, doch sollte sich dieser in der Folge als zu knapp erweisen. Als die Uhr erbarmungslos Richtung Spielschluss tickte, glich Srbija nicht nur aus, sondern gelangte durch einen weiteren Treffer in der vorletzten Minute der regulären Spielzeit gar zum Führungs- und folgend Siegtreffer. 

Rümlang – Srbija 1:2 (0:0)
200 Zuschauer. Schiedsrichter: Pascal Rhyner. Assistenten: Daniel Siddiqui, Marco Zehnder.
Tore: 38. Etterlin 1:0. 65. Martinovic 1:1. 69. Selakovic 1:2.
Rümlang: Ljubisavljevic; Mathys, Perez, Wyss, Ulmer, Etterlin, Geiser, Sven Bollinger, Ronald Bollinger, Maurizio D’Aurelio, Schindler. – Einwechselspieler: Barbosa, Amsler, Riedo, Grünenwald, Puce, Bertassello.
Srbija: Trifunovic; Petrovic, Bosiokovic, Marceta, Martinovic, Maskovic, Filipovic, Duvnjak, Selakovic, Miljanic, Jenicijevic. – Einwechselspieler: Subotic, Mihajlovic, Redic, Duranovic, Nikolic, Stojanovic, Mihajlovic.
Bemerkungen: Rümlang ohne Gubler, Sauvain und Ivan D’Aurelio (alle verletzt). Srbija ohne Visnjic, Vuletic und Lakic (alle verletzt) sowie Prvulovic, Jovanivic, Jeremic und Stosic (alle abwesend). Platzverweis: 28. Petrovic (Notbremse). Sieger Srbija für den Schweizer Cup qualifiziert.

 

Senioren 50/11-er: eine einseitige Angelegenheit

Wer der beiden FCAs würde jenes Team, das mit dem Sieg zum A und O der Cupbilanz 2021/22 aufsteigen könnte? Obwohl von den Anteilen her das bessere Team, dauerte es doch längere Zeit, bis Albisrieden zur Führung kam. Nach dem verwandelten Foulpenalty fielen dann aber innert nur vier Minuten weitere zwei Treffer, welche die Partie mit diesem Pausenergebnis in Richtung Cupsieg für Albisrieden lenkte. Dieser wurde im zweiten Abschnitt durch weitere Tore bis hin zum Diskussionslosen bestätigt. 

Albisrieden – Altstetten 7:1 (3:0)  
100 Zuschauer. Schiedsrichter: Raphael Widmer. Assistenten: Mario Gullo, Thomas Breindl.
Tore: 27. Marques (Foulpenalty) 1:0. 29. Vousnik 2:0. 32. Suter 3:0. 46. Suter 4:0. 54. Vousnik 5:0. 56. Suter 6:0. 60. Meier 7:0. 64. Plattner 7:1.
Albisrieden: Grubenmann; Kameni, Grassi, Fischer, Feller, Vousnik, Horn, Güntensperger, Rudolf, Suter, Marques. – Einwechselspieler: Urs Meier, Muster, Utzinger, Felix Meier, De Jacobis, Wirth, Posratschnig.
Altstetten: Martinez; Hartung, Herlig, Bujic, Frotsch, Fiore, Hildebrand, Peta, Plattner, Ambrus, Imoberhof. – Einwechselspieler: Speri, Baumann, Di Pierno.
Bemerkungen: Albisrieden ohne Kocatürk, Ortner und Müller (alle verletzt) sowie Schwyter, Greco und Waldvogel (alle abwesend). Altstetten ohne Alvarez, D’Emila, Eggspühler und Sali (alle verletzt) sowie Fiore und Huser (abwesend). Guggenmusik-Unterstützung für Albisrieden.

 

Senioren 50+/7-er: Penaltys entschieden für Wettswil-Bonstetten

Nicht kampf-, aber torlos verlief die erste Hälfte der Kleinfeld-Senioren. Das Abschiedsspiel des Schiedsrichters Albert Gruber entwickelte sich im zweiten Durchgang zu einer weiterhin ambitioniert geführten Begegnung. Drei Mal ging der nachmalige Sieger in Führung, drei Mal glich Oetwil am See wieder aus. So blieb als Entscheidungsfindung das Penaltyschiessen, aus dem Wettswil-Bonstetten dann doch als Sieger hervor ging.  

Wettswil-Bonstetten – Oetwil am See 8:6 nach Penaltys (0:0, 3:3)
50 Zuschauer. Schiedsrichter: Albert Gruber.
Tore: 38. Hager 1:0. 40. Sahin 1:1. 43. Voit 2:1. 47. Sahin 2:2. 61. Voit 3:2. 66. Sahin 3:3.
Wettswil-Bonstetten: Meili; Roth, Müller, Fuhrer, Dosch, Hager, Voit. – Einwechselspieler: Furrer, Bellis, Gallmann, Schweizer, Ney, Dörig, Stiz, van Elst, Zürcher.
Oetwil am See: Bosio; Trigila, Trachsler, Meister, Sahin, Zogg, Berisha. – Zur Disposition: Corvo, Sinani, Werder, Diethelm, Di Martino, Casamento, Sonderegger.
Bemerkungen: Wettswil-Bonstetten keine Abwesenden gemeldet. Oetwil am See ohne Autino, Gamper, Billetter, Naijd (alle verletzt) sowie Fasnacht, Iannattone, Campomilla und Luginbühl (alle abwesend). Letztes Spiel von Ref Albert Gruber (Lachen) nach 50-jähriger Schiedsrichtertätigkeit. Beide Teams für den Schweizer Cup qualifiziert.

 

Übersicht der Partien vom Freitag:

Senioren 30+: Wald – Red Star 0:7
Senioren 40+: Rümlang – Srbjja 1:2
Senioren 50+ (11er): Albisrieden – Altstetten 7:1
Senioren 50+ (7er): Wettspiel-Bonstetten – Oetwil am See 8:6 nach Penaltyschiessen

 

Endspiele der Frauen und Männer:

Heute Samstag stehen fünf weitere Partien an; mit ihnen wird das Cupfinal-Wochenende abgeschlossen. Drei Begegnungen gehören dem Juniorinnen-/Frauenfussball. In den letzten Spielen des Tages machen die Aktiven der Frauen und Herren ihre besten Cupmannschaften der Saison 2021/22 aus. 
Heute Samstag spielen:
10.00 Uhr: Juniorinnen D ♦ Albisrieden – Zürich City SC
10.30 Uhr: Juniorinnen C ♦ Albisrieden/Zürich City SC – Südost Zürich
13.00 Uhr: Juniorinnen B ♦ Horgen – Stäfa
15.30 Uhr: Aktive Frauen ♦ Wädenswil – Team Furttal Zürich
18.00 Uhr: Aktive Herren ♦ Wiedikon – Wiesendangen 

 

Alle Partien der FVRZ-Cupfinals finden auf dem Klotener Stighag statt. Der Eintritt ist frei; der umfangreiche kulinarische Part liegt in den Händen des bewährten Organisators FC Kloten.

 

Fotos: Bruno Füchslin (Medienberichterstatter FVRZ)

Cupsieger Senioren 30+: FC Red Star ZH

Cupsieger Senioren 40+: FC Srbija ZH

Cupsieger Senioren 50+ 11er: BC Albisrieden

Cupsieger Senioren 50+ 7er: FC Wettswil-Bonstetten

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Sascha darf nicht Sascha sein

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch  

«Spiele wie Neuer, ein bisschen offensiv», ruft der Trainer aufs Feld. Gemeint ist Sascha, Torhüter einer D2-Mannschaft. Ihn so im Spiel betrachtend, scheint sein Herzblut nicht zwingend auf diese Position fokussiert. Einer, der wegen Torhütermangels dahin verpflanzt wurde? Einer, der ausbaden darf, weil andere nicht wollen? Ausrüstungsmässig ist Sascha zwar tipp-topp eingedeckt, trägt jene modernen (und sauteuren) Handschuhe, die Ledermagnete eingenäht haben. Aber nicht immer machen Kleider auch Leute, nicht immer machen «Händsche» automatisch wortwörtliche erfolgreiche Ballfänger.

Es liegt nicht an Sascha, dass die Partie mit 3:9 verloren ging. Seine Feldspieler haben nicht die Klasse, dass er – wie vom Trainer gewünscht und gefordert – «Neuer» spielen kann. Sascha will Sascha spielen und nicht Neuer. Aber der Trainer hats im Fernsehen gesehen, wie ein moderner Torhüter im aktuellen Fussball agiert. Und scheint sich zu denken: Was Hänschen nicht lernt …

Sascha weiss nicht mehr, was er machen soll. Sein Bauchgefühl, wie man am besten interveniert, ist ihm vom Trainer abgesprochen worden. Einmal ging «Neuer spielen» knapp auf, ein zweites Mal verschätzte sich Sascha um zweieinhalb Meter, ein andermal kickte er über den Ball und offerierte dem Gegner so einen höchst billigen Treffer. Von den Mitspielern durfte er sich anhören, nicht «sonen Seich» zu machen und schön brav im Tor zu bleiben. Er sei schliesslich Torhüter und nicht Feldspieler.

Eine Viertelstunde nach Abpfiff sitzen die Jungs zusammen, trinken Cola, mampfen ein Hot-Dog. Die Hälfte töggelt auf dem i-Phone herum, andere habens sonst irgendwie lustig. Einer ist nicht dabei: Sascha. Ob er je wieder kommt, weiss er noch nicht. Je nach Gemütslage war dies sein letztes Fussballspiel. Vielleicht hat er genug, dass er nicht Sascha sein kann und Neuer sein muss.