Nationale Befragung der Schweizer Fussballvereine

News

14.11.2022

Nationale Befragung der Schweizer Fussballvereine

Zur Zeit läuft die grosse nationale Vereinsbefragung, die alle sechs Jahre im Auftrag von Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Fussballverband SFV durchgeführt wird.

Wir danken allen Vereinen herzlich, die den Fragebogen bereits ausgefüllt haben und bitten alle anderen, an der Befragung teilzunehmen. Die Ergebnisse der Befragung sind für uns von grosser Wichtigkeit und hohem Interesse. Wir bauen darauf unsere Strategie und Entwicklungspläne auf. Wir wollen dabei erfahren, wie wir Euch noch besser unterstützen können, wie eine kostengünstige Bereitstellung von Sportanlagen gesichert oder wie das Ehrenamt gestärkt werden kann. Die Studie soll der Politik und der Öffentlichkeit auch aufzeigen, welche wichtigen und grossen Leistungen die Fussballvereine für die Allgemeinheit erbringen. Bitte füllt den Fragebogen online über Euren vereinsspezifischen Link sobald als möglich aus.

Genauere Informationen zum Projekt findet Ihr unter www.sportobs.ch oder www.swissolympic.ch.

Wir danken Euch für Euer Engagement und den wertvollen Beitrag für den Schweizer Fussball und den Schweizer Sport im Allgemeinen, Bei Fragen und Problemen wenden Sie sich bitte an info@sportsurvey.ch.

(SFV)
 

 

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Kommentar (27.01.2023)

Am Anfang stand ein einfaches 1-1-8

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch  

Wohin gehen die Systeme noch – sie als Ausdruck einer möglichst erfolgreichen Organisation? Mit diesen komischen Zahlen, die Nicht-Eingeweihten vorkommen wie seltsam gezogene Lottozahlen? Hat der Fussball von seiner «Raumplanung» her keine Optimierungsmöglichkeiten mehr, ist am Plafond angelangt? Oder fällt irgendwem wieder eine noch nie umgesetzte Variante ein?

Begonnen hats einst mit 1-1-8. Ja, so verrückt war das mal. Die ersten Wettbewerbe im englischen Fussball waren vom Rugby abgeleitet: Vorwärtspässe waren nicht erlaubt. Nur nach vorn rennen mit dem Ball am Fuss, dann Rück- oder maximal Querpässe. 1863 beschloss die Football Association (FA) ein erstes grösseres Regelwerk. Ein Punkt der 14 Absätze umfassende Version besagte, dass jeder Spieler, der vor dem Ball – also zwischen Ball und gegnerischem Tor – stand, abseits steht. Diese Version dauerte jedoch nicht lang; mehr und mehr wurden Varianten ausprobiert: 1-2-7 (wohl schon deutlich «defensiver» als das 1-1-8!?), 2-3-5, dann zum 3-3-4, zum 4-4-2, 4-3-3 und 3-5-1, und Experimentierfreudige schieben innerhalb dessen noch einen Doppelsechser ein, einen Dreiviertelneuner, einen Achtelzweier oder kicken gar ganz ohne nominellen Angreifer. Klar: es geht ums Grundmuster. Der Fussball lebt in seiner Beweglichkeit von Verschiebungen, sowohl horizontal wie vertikal. Wer noch den Libero im Kopf hat – die Erklärung für Laien: es ist dies keine Glacésorte.

Wohin bewegen sich die systemischen Verschiebungen noch? Ist an Varianten ausgeschöpft? Kommt gar wieder eine Zeit, in der die Offensive mehr personelles Gewicht erhält und dadurch dem Grundgedanken des Gewinnens – mindestens ein Tor mehr erzielen als das Gegenüber – fokussierter Rechnung getragen wird?

So bleibt am Schluss der Fragen nach weiteren Fussball-Entwicklungen nur diese Antwort: Das einzige funktionierende System ist jenes, mit dem man Spiele gewinnt. Je nach Partie hat dieses bereits am nächsten Wochenende keinen Bestand, weil der Gegner stärker war und/oder Fortuna ihre Gunst anderweitig verschenkte.