Viel Engagement und Freude am Footeco-Hallenturnier

News

17.01.2023

Viel Engagement und Freude am Footeco-Hallenturnier

Das erste FE-12/FE-13 Footeco-Hallenturnier vom Samstag, 14. Januar 2023 in der Axa Arena (WIN4) in Winterthur war ein voller Erfolg.

Je acht FE-12 und FE-13 Teams nahmen am Turnier teil. Am Vormittag massen sich die jüngeren FE-12 Spielerinnen und Spieler und am Nachmittag die Spielerinnen und Spieler der FE-13 Teams. Jedes Team hatte fünf Spiele à 13 Minuten, wodurch die Kinder zu viel Spielpraxis kamen. Total 160 Nachwuchsspielerinnen und -spieler trafen in den Direktvergleichen zwischen den FVRZ-Footeco-Partnervereinen (Grasshoppers-Club Zürich, FC Zürich, FC Winterthur, FC Rapperswil-Jona und FC Schaffhausen) aufeinander und erlebten so «en geile Tag» wie es die Kinder nannten.

Die beiden Turniere wurden nach Futsal-Light Regeln gespielt, mit Seitenaus und ohne Banden. Das Spiel in der Halle ist anders als das auf dem Rasen. Es ist schneller und technisch einiges anspruchsvoller. Vom Spieltechnischen her war interessant zu beobachten, wie die speziellen Regeln umgesetzt wurden, zum Beispiel die zwei unterschiedlichen Möglichkeiten, einen Einwurf auszuführen. In der FE-12 Kategorie wurde ohne Schiedsrichter gespielt, was nur zu wenigen Diskussionen führte, da die Kinder selber entscheiden konnten, wobei sie von ihren Ausbildnern unterstützt wurden. Die Kinder kennen diese Praxis bereits von der Meisterschaft, weshalb die Umsetzung für sie und die Ausbildner kein Problem war.

«Spielen, spielen, spielen, Freude haben»
Ob am Vormittag bei der FE-12 oder am Nachmittag bei der FE-13, das Ziel war dasselbe, die Kinder sollen so viel wie möglich miteinander spielen können. Der Tag gehörte dann auch ganz den Kindern. Es wurde gedrippelt, getrickst, gepasst, Tore geschossen, Tore verhindert, gejubelt und freundschaftlich miteinander gespielt. Die Freude und die strahlenden Gesichter der Kinder überwogen die Enttäuschung nach verlorenen Spielen rasch wieder.

Wie es sich für ein Hallenturnier gehört, gab es natürlich auch Finalspiele.
FE-12 Final: GC West – FC Rapperswil-Jona Ausserschwyz, Sieger GC West
FE-13 Final: GC Unterland – FC Winterthur Region, Sieger GC Unterland

Im Footeco stehen die Kinder immer im Mittelpunkt, so auch an diesen Hallenturnieren. Alle Kinder und ihre Ausbildner zeigten viel Engagement und Leidenschaft und waren am Ende des Tages in jeder Hinsicht äusserst zufrieden.

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Kommentar (27.01.2023)

Am Anfang stand ein einfaches 1-1-8

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch  

Wohin gehen die Systeme noch – sie als Ausdruck einer möglichst erfolgreichen Organisation? Mit diesen komischen Zahlen, die Nicht-Eingeweihten vorkommen wie seltsam gezogene Lottozahlen? Hat der Fussball von seiner «Raumplanung» her keine Optimierungsmöglichkeiten mehr, ist am Plafond angelangt? Oder fällt irgendwem wieder eine noch nie umgesetzte Variante ein?

Begonnen hats einst mit 1-1-8. Ja, so verrückt war das mal. Die ersten Wettbewerbe im englischen Fussball waren vom Rugby abgeleitet: Vorwärtspässe waren nicht erlaubt. Nur nach vorn rennen mit dem Ball am Fuss, dann Rück- oder maximal Querpässe. 1863 beschloss die Football Association (FA) ein erstes grösseres Regelwerk. Ein Punkt der 14 Absätze umfassende Version besagte, dass jeder Spieler, der vor dem Ball – also zwischen Ball und gegnerischem Tor – stand, abseits steht. Diese Version dauerte jedoch nicht lang; mehr und mehr wurden Varianten ausprobiert: 1-2-7 (wohl schon deutlich «defensiver» als das 1-1-8!?), 2-3-5, dann zum 3-3-4, zum 4-4-2, 4-3-3 und 3-5-1, und Experimentierfreudige schieben innerhalb dessen noch einen Doppelsechser ein, einen Dreiviertelneuner, einen Achtelzweier oder kicken gar ganz ohne nominellen Angreifer. Klar: es geht ums Grundmuster. Der Fussball lebt in seiner Beweglichkeit von Verschiebungen, sowohl horizontal wie vertikal. Wer noch den Libero im Kopf hat – die Erklärung für Laien: es ist dies keine Glacésorte.

Wohin bewegen sich die systemischen Verschiebungen noch? Ist an Varianten ausgeschöpft? Kommt gar wieder eine Zeit, in der die Offensive mehr personelles Gewicht erhält und dadurch dem Grundgedanken des Gewinnens – mindestens ein Tor mehr erzielen als das Gegenüber – fokussierter Rechnung getragen wird?

So bleibt am Schluss der Fragen nach weiteren Fussball-Entwicklungen nur diese Antwort: Das einzige funktionierende System ist jenes, mit dem man Spiele gewinnt. Je nach Partie hat dieses bereits am nächsten Wochenende keinen Bestand, weil der Gegner stärker war und/oder Fortuna ihre Gunst anderweitig verschenkte.