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25.06.2023

Greifensee (Herren) und Effretikon (Frauen) holten Cupsieg

Mit den abschliessenden fünf Samstagsspielen endete das Cupfinal-Wochenende der Saison 2022/23. Bis auf ein paar Regentropfen am Donnerstagabend war für die total 13 Partien bestes Fussballwetter angesagt.

Drei Sieger – je einer pro Spieltag – mussten per Penaltyschiessen ermittelt werden. Total wohnten den Spielen rund 4000 Zuschauer bei. Bei den Aktiven Frauen gewann Effretikon, bei den Aktiven Herren Greifensee. 68 Treffer (Vorjahr deren 73) ergaben eine durchschnittliche Torquote von 5,23 pro Partie. Insgesamt wurde dem plakatierten Fairplay-Motto diszipliniert an allen drei Tagen nachgelebt. Gar umstrittene Partien erlebten kaum je Gehässigkeiten über der Toleranzschwelle. Was negativ daher kam, muss als Hinweis an Vereinsverantwortliche erwähnt sein: Pyros, Feuerwerk, Rauchpetarden und Megaphone sind auch an Cupspielen/Cupfinals gleichermassen verboten wie an Meisterschaftspartien. Diese mehr und mehr um sich greifende «Seuche» soll und muss von Breitensport-Spielfeldern ferngehalten bleiben – und dies geht nur, wenn alle mitziehen.

Die Samstagsspiele

Herren Aktive: Greifensee als Penalty-Glücklichere
Für das 2.-Liga-Duell qualifizierten sich Witikon wie Greifensee durch sechs Siege; beide mussten im Viertelfinal das Penaltyschiessen beanspruchen. Greifensee zog in den zweiten Runde gar per Forfaitsieg in den dritten Durchgang ein. Die nachmaligen Sieger kamen nach 20 Minuten zu ersten, aber noch ungenutzten Chancen. Insgesamt befanden sich beide Teams im ersten Abschnitt sowohl spielerisch wie in physischen Belangen auf Neutralisationskurs. Für die Attraktivität der Partie fehlte ein erster, das Patt öffnender Treffer, für den man sich für die zweite Hälfte gedulden musste. Auch die zweite Hälfte begann mit einem Spielgeschehen, das eher Taktikfreunde denn auf Spektakel hoffende Zuschauerinnen/Zuschauer zufrieden stellte. Doch wie so oft gewinnen Spiele in den Schlussminuten an Attraktivität: Greifensees Führungstreffer durch Eberhard (80.; im Anschluss an einen Eckball) konterte Witikons Caneiro da Silva mit herrlichem Weitschuss (83.). Bereits in der Nachspielzeit stand Witikon mit weiteren Möglichkeiten dem Sieg näher. Im Penalty-Supplément jedoch machte Greifensee ohne Fehlschuss «den Deckel drauf».
Witikon – Greifensee 3:5 nach Penaltys (1:1, 0:0)
850 Zuschauer. Schiedsrichter: Martin Feusi. Assistenten: Ridvan Ademi, Irfan Ademi.
Tore: 80. Eberhard 0:1. 83. Caneiro da Silva 1:1.
Witikon: Passini; Marzullo, Carneiro da Silva, Okouagbe, Sahbatou, Heinsius, Boos, von Aarburg, Miranda, Marzullo, Mukinisa. – Zur Disposition: Erdogan, Ladner, Chambon, Scot, Herlea, Lopes Costa, Struchen.
Greifensee: Timmy Ley; Krieg, Preghenella, Niklaus, Burkart, Schmid, Fikic, Eberhardt, Brunner, Wegmann, Patrick Ley. – Zur Disposition: Da Costa Almeida, Abdouri, Läderach, Strebel, Brändli, Mercurio, Hanhart.
Bemerkungen: Witikon keine Angaben über Abwesende. Greifensee ohne Fikic, Seifert, Unholz (alle abwesend). Drei Verwarnungen. Sieger Greifensee für den Schweizer Cup qualifiziert.

 

Frauen Aktive: hart erkämpfter Effretikon-Sieg
Ein Auftakt, der auf eine offene Partie hoffen liess: Nach elf Minuten hatte jedes Team bereits ein Mal getroffen. Danach hatte Phönix durch gepflegteren Aufbau mehr Ballbesitz und stand einem erneuten Führungstreffer mehrmals nahe. FCE-Torhüterin Bärtschi jedenfalls war deutlich mehr beschäftigt als ihr Gegenpart Meili. Doch es war Effretikon, das durch einen 18-Meter-Freistoss erstmals in Führung ging; dieses Ergebnis hatte bis zur Pause Bestand. Dies auch deshalb, weil dem vermeintlichen Phönix-Treffer wegen Abseits die Anerkennung versagt blieb. Der Ausgleich fiel kurz nach dem Wechsel dennoch: Ebenso auf einen Freistoss hin bugsierte letztlich Küpfer das Leder hinter die Linie. Bereits im Gegenzug zeichnete diesmal Bufalini für die erneute Effretikon-Führung verantwortlich. Die erste Phönix-Antwort war ein Pfostentreffer Reutemanns (57.). Nach dem erstmaligen Zweitore-Vorsprung – wieder Frieden stellte auf 4:2 – konnte Phönix zwar nochmals antworten, doch zu mehr reichte es nicht. Sieben Treffer in einem attraktiven Endspiel – beide Teams verdienten sich den Applaus der 500 Zusehenden.
Effretikon – Phönix Seen 4:3 (2:1)            
500 Zuschauer. Schiedsrichterin: Vanessa Mühlheim. Assistentinnen: Zsofia Szekely, Esra Polat Kurt.
Tore: 7. Vögeli 0:1. 11. Flurina Poltronieri 1:1. 40. Frieden 2:1. 49. Küpfer 2:2. 50. Bufalini 3:2. 67. Frieden 4:2. 73. Lindegger 4:3.
Effretikon: Bärtschi; Siegenthaler, Bucher, Spörri, Schirmer, Frieden, Flurina Poltronieri, Baker, Enzler, Ladina Poltronieri, Yousofzai.– Zur Disposition: Schawalder, Buff, Meier, Bufalini, Schütz, Schmid.
Phönix Seen: Meili; Bänninger, Rüegge, Kurmann, Breindl, Vögeli, Niederberger, Locher, Küpfer, Lindegger, Reutemann. – Zur Disposition: Gubler, Asendorf, Rudin, Huser, Furrer, Grob.
Bemerkungen: Effretikon ohne Baumgartner, Meyer und Hatzi (verletzt) sowie Hüftle und Obrist (abwesend). Phönix Seen ohne Jung und Leumann (beide verletzt) sowie Sidoli, Flach und Ryf (alle abwesend). 57. Pfostenschuss Reutemann. Sieger Effretikon für den Schweizer Cup qualifiziert.

 

Juniorinnen B: Stäfa mit 2:0-Sieg
Stäfa legte im ersten Abschnitt durch einen Treffer nach einer Viertelstunde vor. Im zweiten Durchgang gelang ein weiterer Einschuss nach nur fünf Minuten. Obwohl Höngg namentlich gegen Spielschluss hin mit Offensivverstärkung den Anschlusstreffer suchte, bleib das gehabte Ergebnis bestehen.
Stäfa – Höngg 2:0 (1:0)
220 Zuschauer. Schiedsrichter: Justin Stäheli.
Tore: 16. Hürlimann 1:0. 50. Adler 2:0.
Stäfa: Haefeli; Ernst, Ochsenbein, Schmiedel, Jufer, Adler, Greil, Duval, Federli, Hürlimann, Stirnemann. – Zur Disposition: Redzepi, Lechner, Salihovic, Haenny, Heron, Gundlach, Vennemann.
Höngg: Merlo; Bohne, Knapp, Melina Vlassakidis, Graf, Zenobi, Islam, von Malmborg, Drar, Wüst, Delia Vlassakidis. – Zur Disposition: Lamonica, Weber, Milovanovic, Curic, Heinzel, Marsenic, Miranda Pereira.
Bemerkungen: Stäfa ohne Arquint, Lazio und Marty (verletzt). Höngg ohne Zambonini, Jean Baptiste und Jankovic (alle abwesend).

 

Juniorinnen C: WiWi per Kantersieg zum Cuperfolg
Wiesendangen-Winterthur qualifizierte sich mit einem 31:2-Torverhältnis aus vier Spielen fürs Endspiel. Eine aussergewöhnliche Serie, die im Final eine Fortsetzung fand. Amelia Giusto eröffnete mit vier Treffern en suite den wortwörtlichen Torreigen und legte die Basis für einen nie zur Diskussion stehenden 9:0-Erfolg. Schlieren blieb nur, sich trotz des deutlichen Negativ-Ergebnisses tapfer gewehrt und doch immerhin den Finaleinzug geschafft zu haben – gelingt ja auch nicht jedem Team.     
Schlieren – Wiesendangen-Winterthur 0:9 (0:5)
110 Zuschauer. Schiedsrichterin: Désirée Kneubühl.
Tore: 15. Giusto 0:1. 16. Giusto 0:2. 21. Giusto 0:3. 27. Giusto 0:4. 40. Incognito 0:5. 44. Schwager 0:6. 53. Schwager 0:7. 65. Incognito 0:8. 79. Lutz 0:9.
Schlieren: Henriques Pais; Ras, Etemi, Srour, Ziljak, Repic, Esposito, Golinelli, Schönenberger. – Zur Disposition: Zingg, Gregorio, Gjukaj, Falce, Ilic.
Wiesendangen-Winterthur: Michelutti; Keller, Monic, Marsano, Starkenmann, Frei, Incognito, Giusto, Bindschädler. – Zur Disposition: Wächter, Brändle, Lutz, Schwager, Fiorina.
Bemerkungen: Schlieren ohne Metoli und Vieceli (beide verletzt) und Kryeziu und Bossard (beide abwesend). Wiesendangen-Winterthur keine Angaben über Abwesende.

 

Juniorinnen D: letztes Drittel entschied für Blue Stars
Zwei Drittel lang zeichnete sich im Juniorinnen-D-Final kein Siegerteam ab. Die resultatmässige Ausgeglichenheit fand erst im letzten Spielabschnitt ein Ende, als die Blausterne eine Viertelstunde nach dem Führungstreffer innert zwei Minuten zum Endstand trafen und so einen Zu-Null-Sieg landen konnten.
Blue Stars – Schlieren 3:0 (0:0, 0:0)
125 Zuschauer. Schiedsrichter: Peter Wartmann.
Tore: 58. Beluli 1:0. 71. Krähenbühl 2:0. 73. Tüller 3:0.
Blue Stars: Casutt; Hammer, Bär, Heezen, Beluli, Reiner, Tüller, Krähenbühl, Araya. – Zur Disposition: Moser, Brunner, Bunga.
Schlieren: De Meo; Haller, Da Silva Rebelo, Belina Zejnaj, Haas, Klopfenstein, Raso, Betina Zejnaj, Ferrante. – Zur Disposition: Kisacik, Lenisa Shtanaj, Marques Ferreira.
Bemerkungen: Blue Stars ohne Furrer, Sabbadini, Hüssner und Killias (alle abwesend). Schlieren ohne Liona Shtanaj (verletzt) sowie Cervino und Lazri (beide abwesend).

 

Resultattableau Cupfinals 2022/23

Ergebnisse Samstagspartien
Aktive Herren: Witikon – Greifensee 1:1, 3:5 nach Penaltys
Aktive Frauen: Effretikon – Phönix Seen 4:3
Juniorinnen B: Stäfa – Höngg 2:0
Juniorinnen C: Schlieren – Wiesendangen-Winterthur 0:9
Juniorinnen D: Blue Stars a – Schlieren a 3:0

Ergebnisse Freitagspartien
Senioren 30+: Oerlikon/Polizei – Wädenswil 0:1
Senioren 40+: Wallisellen – Kosova 1:1, 3:5 nach Penaltys
Senioren 50+ (11er): Grasshoppers – Lachen/Siebnen 3:1
Senioren 50+ (7er): Freienbach – Wettspiel-Bonstetten 2:5

Ergebnisse Donnerstagspartien
Junioren A: Kilchberg/Rüschlikon – FC Schaffhausen 1:3
Junioren B: Schwamendingen – Seefeld 0:0, 2:4 nach Penaltys
Junioren C: Freienbach – FR Soccer/FR Black 0:5
Junioren D: Zollikon a – FR Soccer a 0:4

 

 

 

 

 

 

 

Offizielle Mitteilungen (22.05.2024)

FVRZSFV

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Fussballverband Region Zürich
WIN4 Kubus
Grüzefeldstrasse 34
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Hilfsmittel / Ideen
 

Kommentar (17.05.2024)

Mehrkosten von 0.28 Franken pro Tag

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
[email protected]  

Als Gast bei einer Generalversammlung eines regionalen FCs. Sauber vorbereitet, ebenso detailliert präsentiert. Zu diskutieren gabs wenig. Wenn von Mitgliedern Fragen gestellt werden, ist dies in der Mehrheit von Vorteil. Es suggeriert Interesse, weckt Aufmerksamkeit. Nichts ist schlimmer als eine GV ohne irgend welche Reaktionen; der Vorstand ist sich danach nicht sicher, ob wirklich alles so fraglos okay ist, ob er gar – gefühlt – diktatorisch auftritt oder ob allfällige Themen erst danach, beim obligaten Umtrunk, durchaus GV-Wichtiges beinhalten.
Traktandum 6: Jahresrechnung. Alles sauber aufgelistet, auch für Nicht-Kassaspezialisten übersichtlich präsentiert. Schon unglaublich, was da an Positionen anfallen und Einnahmen/Ausgaben einigermassen im Gleichgewicht gehalten werden müssen. Traktandum 8: Nach zwölf (!) Jahren unveränderten Mitgliederbeiträgen schlägt der Vorstand eine Anpassung vor. Statt bislang 300 steigt der Obolus für Aktive auf 400 Franken. Auch die weiteren Kategorien erfahren eine Heraufsetzung.
Vor der Abstimmung gibts eine Rückfrage, im übertragenen Sinn so formuliert: «Was kriegen die Mitglieder an Mehrleistung/Mehrwert für diese 100 Franken?» Wie bitte? Reichts noch nicht, dass Vorstand und Funktionäre während Jahren für ein Salär von null Franken den Vereinsball am laufen halten, auf und – vor allem – neben dem Spielfeld? Die materiell so gut wie immer nur drauflegen, weil ihnen eben dieser Verein mit all seinen sozialen Inhalten wichtig ist? Ist das tatsächlich wahr, dass Mehrkosten von knapp 28 Rappen pro Tag (!) überhaupt zu dieser Frage provozieren?
Keine weitere Voten. Wurde bis auf eben jenen Fragesteller von allen gutgeheissen. Vielleicht rechnet er nach: Im Restaurant nur einen simplen Kaffee weniger trinken – und schon sind 16 Mehrkosten-Tage bezahlt. Für etwas, was ja eigentlich die liebste Freizeitbeschäftigung darstellt. Für den Grossteil – offenbar mit Ausnahmen …