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03.12.2023

Dank, Ehre, Unterhaltung, Essen und Trinken

Die 20. FVRZ-Gala, am Freitagabend des 1. Dezember im «Heimstadion» Kongresshaus durchgeführt, erfüllte alle Kriterien des gewollt grossen Dankeschöns an die eingeladenen Vereine.

Text und Bilder Bruno Füchslin

Angemeldete rund 750 Personen – Vereinsvertreter, Funktionäre, Gäste – fanden den Weg in den grossen Kongresshaus-Saal. In diesem spielten sich sowohl traditionelle Gala-Szenarien wie auch neue Elemente ab. Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens wurden Protagonisten und Begleiter dieses Dankeschön-Abends eingeblendet, die sich der Geschichte erinnerten. Den Auftakt zu diesen persönlichen Reminiszenzen machte Ehrenpräsident Reinhard Zweifel, unter dessen Ägide die Gala ins Leben gerufen wurde und ab der ersten «Ausgabe» – damals im Zirkuszelt in Winterthur – zu einer festen, kaum mehr wegzudenkenden Veranstaltungsgrösse gewachsen ist.
Zum zweiten Mal bestritt Stefan Büsser die Moderation des Abends. Zusammen mit FVRZ-Präsidentin Rita Zbinden oblagen sowohl Willkomm- wie Adieu-Worte in den Stimmbändern dieses Duos. Ein Riesenaufgebot an Servierpersonal war bereits beim Willkomm-Apéro präsent und ermöglichte, den während des Abends folgenden kulinarischen Dreigang-Part möglichst gleichzeitig zu servieren. Einmal mehr zauberten die Küchen-Angestellten mit Suppe, Hauptgang und Dessert festliche Speisen zu Genuss und Verzehr.

Personen- und Vereinsauszeichnungen
Auch in der 20. Auflage der grössten Verbands-Veranstaltung standen verbandsintern die Ehrungen zuoberst auf der Aufmerksamkeitsskala. In den Sparten «Referee Award» (Klaus und René Rogalla) und «Ehrenamtliche des Jahres» (Angelo Chidichimo, Arnold Kunz und Marcel Spahni) wurden die Verdienste von Einzelpersonen gewürdigt. Vereinsehrungen setzte es beim «Fairplay des Jahres» (Sieger Stäfa vor Zollikon und Küsnacht) und den 38 nachgewiesen besonders aktiven FCs ab. Die höchste Anerkennung fiel den zehn mit Gold bedachten «Vorbildlichen» (Wiesendangen, Feusisberg-Schindellegi, Bäretswil, Küsnacht, Seuzach, Männedorf, Pfäffikon, Fehraltorf, Wädenswil und Effretikon) zu. Sie standen und stehen beispielhaft für ein stets grosses Engagement im Erfüllen von sowohl sportlichen wie gesellschafts-sozial wichtigen Kriterien (die mit Silber, Bronze und Diplom bedachten Vereine siehe Übersicht am Artikelende).

Höhepunkte im Unterhaltungsbereich
Der unverwüstliche Peach Weber – seines Zeichens der wohl am längsten tätige «Comedian» der Deutschschweiz – bewegte die Besucher mit seinen bekannt trockenen Gags stets im Graubereich von Schmunzeln bis herzhaft Lachen.
Mit den «Soul Divas» stand eine Gruppe auf der Bühne, die zum Besten gehörte, was jemals an Gala-Abenden den musikalischen Part bestritt. Hits von legendären Soul-Interpretinnen – Tina Turner, Aretha Franklin, Dionne Warwick und Weitere – konnten stimm- und rhythmusgewaltige musikalische Auferstehung feiern und fanden diese zuweilen sehr nahe an ihrem einstigen Original. Die «Soul Divas» traten zwei Mal auf; ihnen gehörte auch der «Schlussakkord» des Abends, bei dem sie durch die Schweizer Musiklegende Pepe Lienhard verstärkt wurden. Die vehement geforderten Zugaben passten zum Fussball: Ein paar bis viele Minuten Nachspielzeit gehören unterdessen einfach dazu ... 

50‘000 Franken ausgeschüttet
Insgesamt schüttete der Verband erneut rund 50‘000 Franken in Form von Gutscheinen, Bällen und Bargeld aus; zwar eine enorme Summe, und doch nur ein Bruchteil dessen, was die Vereine beziehungsweise deren Funktionäre und Trainer während des Jahres an ehrenamtlichem Einsatz leisten.
Rita Zbinden konnte gegen 23.20 Uhr mit den besten Wünschen die «grosse Fussballfamilie» in die anstehenden Feiertage verabschieden. Spätestens beim Verlassen des Gebäudes – die Bar hatte auf Grund des 20-Jahr-Jubiläums länger geöffnet – machte das aus den Wolken gefallene Weiss deutlich: es ist Winterpause. So bleibt in einer gefühlt oder tatsächlich unsicheren Welt eines gewiss: «Der Ball» wird auch im Jahr 2024 so rund bleiben, dass man sich am 29. November 2024 im gleichen «Stadion» zur 21. Gala trifft.

 

Wettbewerbsgewinner Gala 2023

Verdiente Ehrenamtliche
Angelo Chidichimo (FC Weisslingen)
Arnold Kunz (SV Höngg) 
Marcel Spahni (FC Wollishofen)

Referee Award
Klaus Rogalla (FC Regensdorf)
René Rogalla (FC Wallisellen)

Vereins-Fairplay
1. FC Stäfa
2. SC Zollikon
3. FC Küsnacht

Vorbildliche Vereine
Gold (10 Clubs)
FC Wiesendangen, FC Feusisberg-Schindellegi, FC Bäretswil, FC Küsnacht, FC Seuzach, FC Männedorf, FC Pfäffikon, FC Fehraltorf, FC Wädenswil, FC Effretikon.

Silber (10)
FC Neftenbach, FC Wiedikon ZH, FC Wollerau, FC Stäfa, FC Ellikon Marthalen, FC Wetzikon, SV Schaffhausen, FC Wollishofen, FC Russikon, SC Veltheim.

Bronze (11)
FC Herrliberg, FC Wettswil-Bonstetten, FC Witikon, FC Kempttal, FC Bassersdorf, FC Volketswil, FC Kloten, FC Wallisellen, FC Hinwil, FC Stammheim, FC Phönix Seen.

Diplom (7)
FC Hausen am Albis, FC Freienbach, FC Oetwil am See, FC Zürich-Affoltern, FC Regensdorf, FC Elgg, FC Kollbrunn-Rikon.

Weitere Bilder der Gala 2023 sind ab sofort im Mediacenter auf der FVRZ-Homepage (Fussballverband Region Zürich - Mediacenter) abrufbar.

 


Das Kongresshaus-Entrée hiess schon optisch willkommen.

Viel Gesprächsstoff beim Apéro.

Diverse Apéro-Häppchen, von freundlichem Personal gereicht.

Locker gestimmte Besucher in Erwartung, was da kommen mag.

Der festlich geschmückte Kongresshaus-Saal.

Wie immer liebevoll geschmückte Tische.

Die Mädchen der Regionalauswahl U13 waren Begleiterinnen der Gala 2023.

Nach dem Apéro: treppauf zum grossen Saal.

Moderator Stefan Büsser und FVRZ-Präsidentin Rita Zbinden heissen willkommen.

Drohnenperspektive des vollbesetzten Kongresshaus-Saals.

Als Ehrenamtliche gewürdigt: (v. l.) Angelo Chidichimo, Arnold Kunz und Marcel Spahni.

38 Vereine arbeiteten im Jahr 2023 nachgewiesenermassen «vorbildlich».

Fairplaysieger Stäfa wird von Zollikon (links) und Küsnacht flankiert. 

Der «Referee-Award» ging ans Brüderpaar Klaus (links) und René Rogalla.

Der FC Stäfa schien mit fast dem halben Dorf vertreten.

Lachen und Schmunzeln mit Peach Weber.

FVRZ-Präsidentin Rita Zbinden war voll des Danks für die unermüdlich grosse Arbeit der Vereine.

Die «Soul Divas» begeisterten mit Rhythmus und fast unbegrenztem Stimmvolumen. 

Das Solo des «Soul Divas»-Gitarristen provozierte stehende Ovationen.

Mario Fehr, Rita Zbinden und Stefan Büsser verabschieden – mit Terminhinweis auf die Gala 2024.

Der Danach-Barbetrieb liess zufriedene Besuchende noch länger verweilen.

Zum kulinarischen Einstieg: Kürbiscrèmesuppe mit Kastanien und Amaretto.

Rinderschmorbraten mit Polenta und winterlichem Gemüse als Hauptgang.

Bratapfelmousse mit Glühweineis und Crunch als Dessert.

 

 

Offizielle Mitteilungen (21.02.2024)

FVRZSFV

Neue Adresse FVRZ:
Fussballverband Region Zürich
WIN4 Kubus
Grüzefeldstrasse 34
8400 Winterthur

Frauen-/Mädchenfussball


Unterstützung Frauen-/Mädchenfussball:
Hilfsmittel / Ideen
 

Kommentar (23.02.2024)

«… aber susch ganz normal»

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
[email protected]  

Früher ist längst passé. Dennoch scheint mir, dass es vor einigen Jahren und Jahrzehnten auf den Amateurfeldern mehr an diskutablen Teamsportlern gegeben hat. Solche, die in (un-)regelmässigen Abständen negativ auffielen und sich bei Zuschauern und Spielern einen zweifelhaften Rüpel-Namen zulegten. Insofern lässt sich feststellen: Individuelles Fehlverhalten hat sich – obwohl sich die Spiele in ihrer Intensität deutlich gesteigert haben – markant verringert. Dies zum Allgemeinwohl des Fussballs.
Des Öftern früher – selbst noch aktiv die Rasenspielfelder aufgelockert bis umgegraben – mehrfach gehört: «Der Schiedsrichter hat mich provoziert.» Hab dazumal schon den Kopf geschüttelt ob dieser Aussage. Ob sie da und dort noch immer «in Gebrauch» sind? So in der Replik bleibt dieses Rätsel ungelöst: Wie kann ein Spieler mit solchen Gedanken aufs Feld gehen? Dass direkte Gegenspieler so ab und zu ausloten, wie weit sie mit verbalen Sticheleien bis konkreten Beleidigungen gehen können – soll vorkommen. Aber Schiedsrichter? Wie ego-zentriert muss ein Spieler sein, um sich so «verfolgt» zu fühlen? Hat ein Ref nichts anderes zu tun, als sich auf einen der 22 Akteure zu fixieren und diesem das Fussball-Leben so schwer wie möglich zu machen? Und dies von Anpfiff weg?
Wie dem auch immer sei: Wer in wiederholtem Mass auffallend wirkt oder ist, erhält vielfach dieses Ausserhalb-des-Feldes-Attribut zugesprochen: «Aber susch isch dää ganz normal». Immerhin! Noch scheint weder Hopfen noch Malz verloren …