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24.05.2024

Die Vereinsunterstützungen massiv erweitert

Der FVRZ lud letzte Woche zu den traditionellen Präsidentenkonferenzen ein.

Unter folgendem Link hat der FVRZ einen kurzen Video über die Präsidentenkonferenz aufgeschaltet: Fussballverband Region Zürich (@fvrz_official) • Instagram-Fotos und -Videos

Der FC Volketswil (Gruppe 1), der FC Freienbach (2), der FC Wollishofen (3) und der Sporting-Club Schaffhausen (4) waren in dieser Reihenfolge von Montag bis Donnerstag die Gastgeber der jährlichen Treffen. Die zeichnenden Referentinnen/Referenten hatten auf ihrer «Tour de Région» je sechs Traktanden als Informationsthemen und brachten die Vereinsvertreter hinsichtlich Geschehenem, Aktuellem und Künftigen auf den gegenwärtigen Stand.

Eineinhalb Stunden Sitzungsdauer – gleich viel wie jene, die auf dem Feld die 90 Minuten absolvieren. Aber ohne Pause, dafür mit Nachspielzeit da und dort – je nachdem, wie die Clubvertreter das Traktandum 7 «Vereine haben das Wort» beanspruchten. Vorab gehörte die Zeit sechs Referentinnen/Referenten, die mit ihren Ausführungen auf offene Ohren stiessen. 

Vier Säulen der Zusammenarbeit
Präsidentin Rita Zbinden blieb vorbehalten, die Konferenzen zu eröffnen sowie diese – per verbalem «Schlusspfiff» – zu beenden. Die Vorsitzende leitete mit «Werte und Prinzipien» ein – immerwährende und in höchstem Mass geltenden Grundlagen jeglichen konstruktiven Miteinanders. «Zwar auf dem Spielfeld im Wettbewerbscharakter so genannte ‹Gegner›, sind alle Vereine beziehungsweise das grosse Heer an Ehrenamtlichen mit mehr oder minder denselben Aufgaben und Problemen konfrontiert. Die kommunikative Ausgangslage bedingt vier Säulen: Respekt, Zuverlässigkeit, Loyalität und Engagement. Diese sind vereinsintern gleichsam unerlässlich wie im Kontakt mit dem Verband – und umgekehrt», liess Rita Zbinden als Credo verlauten.

Starkes Kassa-Plus
Noch so gern geben Kassiere Budget-Abweichungen bekannt, wenn sich diese im Positiv-Bereich bewegen. Auch Bruno Früh konnte diesbezüglich punkten und per 2023 einen erfreulichen Einnahmen-Überschuss bekannt geben. Ein Teilnehmer quittierte des Zahlenverantwortlichen Ergebnis mit einem geflüsterten «so kann er weitermachen» – eine kaum hörbare Anerkennung einer disziplinierten und hoch aufwändigen Arbeit.

WEURO 2025
Claudia Gfeller gewichtete in ihren Ausführungen zwei Themen. FVRZ-intern streifte sie die Positiventwicklungen der Projektförderung Mädchen-/Frauenfussball. Dabei sind für diese und jene Belange noch wenige, aber zuverlässige Mithelferinnen gesucht, die im operativen wie administrativen Bereich zusätzliche Kompetenzen abdecken können.  
Der zweite Teil umfasste wichtige Daten zur WEURO 2025. Vom 2. bis 27. Juli findet in acht Städten die Europameisterschaft der Frauen statt. Total werden mit den 16 Qualifizierten 31 Partien ausgetragen, deren fünf davon im Letzigrund (inklusive eine Halbfinalpartie). Dass dieser Anlass bereits jetzt mehr als Vorfreude generiert, ist namentlich im Juniorinnenbereich zu spüren. Und wenn das Turnier das hält, was es verspricht – Fussballbegeisterung über alle Grenzen hinweg – wird dies den Vereinen einen grösseren Mitgliederzuwachs bescheren. Da und dort mit einher gehende Infrastruktur- beziehungsweise Platzkapazitätsprobleme sollen möglichst keinen Vorab-Schatten werfen.

Vereinscoach deckt Bedürfnisse ab
Gespannt waren die Teilnehmenden auf das «Vereinscoach»-Traktandum. In der Person von Jürg Hintermeister bietet der FVRZ jedem Verein eine kompetente Anlaufstelle für dessen individuelle Aufgabenlösung an. Hauptgewichte dabei sind Vereinsentwicklungen, Aufbau von FVRZ-Kursprogrammen sowie spezifische Unterstützungen per Telefon und/oder E-Mail. Bei komplexeren Zusammenhängen sind selbstverständlich auch Vor-Ort-Besuche des Vereinscoaches in die Dienstleistung integriert. Sowohl kleinere wie umfangreiche Probleme können so per einer externen Person beleuchtet werden und alle Bereiche des Clublebens betreffen. Bereits erfolgreich umgesetzt wurden Themen betreffend Vereinsführung, Clubmanagement, Professionalisierung, Infrastruktur, Ressortleitungen sowie spezielle Frauenfussball-Anliegen. Erst seit wenigen Monate im Amt, hat sich das Arbeitsvolumen Hintermeisters von gestarteten 20 Prozent auf eine 100-Prozent-Stelle erweitert. Zwei Zahlen, die das offensichtliche Bedürfnis belegen, kompetent und zielführend beraten zu werden. «Gutes erhalten, Neues entdecken» ist für alle Vereine kostenlos.

Angepasste Schiedsrichter-Module
Der Schiedsrichter-Verantwortliche Andreas Baumann erläuterte via Statistiken Vergangenheit und Gegenwart der Abteilung. Dass mit Sandro Schärer und Bekim Zogaj seit Langem wieder zwei Unparteiische aus der Region Zürich für die Männer-Europameisterschaft qualifiziert sind, könnte gerade für junge Kandidaten und bereits im Einsatz Stehende lohnende Ziele der eigenen Karriere provozieren. Baumann hofft, dass der noch immer schwer ins Gewicht fallende Minuszahl an Schiedsrichtern beiderlei Geschlechts (101 Rücktritte Saison 2022/23) mit administrativen Anpassungen weiter verringert werden kann. So wurden der Grundkurs neu auf zwei Tage verkürzt und für den «Club Referee» zwei attraktive Module geschaffen. Bedenklich letztlich dieser Fakt: Im FVRZ finden Partien in 21 Kategorien statt. 40 Prozent aller Disziplinarfälle entfallen allein auf die Junioren D! Kinderfussball? Was machen Trainerinnen/Trainer, vor allem aber zuschauende Erwachsene dagegen? Es reicht wohl nicht, allein auf die Kinder/Jugendlichen zu zeigen …

ZKS – seit Jahren ein starker Partner
Der Zürcher Kantonale Sportverband ZKS stellte sich mit seinen Referentinnen/Referenten vor. Er ist das Kompetenzzentrum für den Verbands- und Vereinssport im Kanton Zürich und als solches das Dach über 65 Zürcher Sportverbände mit mehr als 2200 Vereinen und über 380'000 Mitgliedern, davon 137'000 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren. Seine Hauptaufgabe ist das Schaffen von Rahmenbedingungen für den Vereinssport; dies kann sowohl finanziell wie administrativ geschehen. Sowohl der FVRZ wie der ZKS betonen die seit Jahren gute und beidseits erspriessliche Zusammenarbeit.
Detaillierte Informationen hier: https://www.zks-zuerich.ch/

Zum Finale Kulinarisches

Das die Konferenzen traditionell abschliessende Nachtessen liess über dies und jenes Gehörte diskutieren. Die Vereinspräsidenten beziehungsweise Vereinsvertreter sind gefordert, all die Informationen clubintern so zu platzieren, dass alles Wichtige punktuell an die Frau und/oder den Mann kommt.

Weitere Informationen

  • Die Cupfinalspiele sind aufs letzte Juni-Wochenende in Volketswil terminiert.
  • Die FVRZ-Gala 2024 findet am Freitagabend des 29. November im Kongresshaus Zürich statt.

Die Referenten
Vom Verband:
Rita Zbinden (FVRZ-Präsidentin)
Bruno Früh (Finanzchef)
Claudia Gfeller/Tanja Citherlet (Projektverantwortliche Frauen-/Juniorinnenfussball)
Jürg Hintermeister (Vereinscoach)
Andreas Baumann/Philipp Stomeo (Abteilung Schiedsrichter)
Fabio Tuor, Jasmin Oberholzer, Nicola Ryser, Manuel Schuster (alternierend; Zürcher Kantonaler Sportverband ZKS)

Text und Bilder Bruno Füchslin

Begrüssungs- und Schlussworte von FVRZ-Präsidentin Rita Zbinden. 


Kassier Bruno Früh erläuterte die Rechnung.

Claudia Gfeller gab Einblick in die Vorarbeiten zur WEURO 2025.        


Die kompakt geführten Sitzungen mit «gespitzten Ohren» verfolgt.

Zum ersten Mal konnte eine Konferenz in Schaffhausen, bei Sporting Club Schaffhausen, durchgeführt werden. 

Vereinscoach Jürg Hintermeister: «Gutes erhalten, Neues entdecken».

Andreas Baumann berichtete vom Schiedsrichterwesen.


Jasmin Oberholzer vertrat den Zürcher Kantonalen Sportverband ZKS.


Reis, Bohnen und Bratwurst als kulinarischer Abschluss.

Offizielle Mitteilungen (12.06.2024)

FVRZSFV

Neue Adresse FVRZ:
Fussballverband Region Zürich
WIN4 Kubus
Grüzefeldstrasse 34
8400 Winterthur

Frauen-/Mädchenfussball


Unterstützung Frauen-/Mädchenfussball:
Hilfsmittel / Ideen
 

Kommentar (31.05.2024)

Wieder mal «das erste Foul»

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
[email protected]  

Schon so oft gehört und nie verstanden. Es läuft die geschätzte 14. Minute in einem Spiel, das bislang mehr Kampf als Künstlerisches offeriert. Die Spieler haben noch «Pfuus» und gehen die Fussballsache entsprechend engagiert an. Klar: Es geht ja um Punkte und nicht um Schaulaufen mit scharfäugigen Punktrichtern.

Dann eben jene Szene: Der Mittelfeldspieler muss sich an der Seitenlinie mit einem Foul behelfen. Das heisst: er müsste nicht. Er stand situativ falsch (soll im Fussball ab und zu bis des Öftern vorkommen …) und musste kompensieren. Der Regelverstoss war für eine rote Karte zu hart und für «Laufenlassen» zu weich. Ergo zückt der Unparteiische gelb.

Und jetzt: "Schiedsrichter, das gaat doch nüd. Es isch miis erschti Foul." Wie, das geht nicht? Das geht sehr wohl! Unausgesprochen blieb im einseitigen Dialog die Frage, ob der Reklamierer nur dieses Spiel meinte oder gar – eher unwahrscheinlich – in seiner ganzen Karriere zum ersten Mal gegen die verbrieften Regeln verstiess. Heisst dies in der logischen Denkweise eventuell auch, dass der Ref in der Nachspielzeit keinen Elfmeter mehr pfeifen darf?  

Dem Fluss der verbalen Intervention folgend, muss demnach der Schiedsrichter nicht nur topfit sein, die Regeln beherrschen und möglichst immer richtig entscheiden. Man hat bitteschön auch noch – wohl in einer speziellen Kammer des Kleinhirns – 22 Einzelstatistiken über individuelle Regelvergehen der farbig gekleideten Zweibeiner zu führen. Die zahlenmässig aufgestockten Auswechseloptionen machte die Aufgabe durchaus noch zusätzlich erschwerend.

Abgesehen davon ist ein gelbwürdiges Foul als solches zu ahnden – egal, in welcher Minute, egal, wie viele Male man davor schon «zugelangt» hat. Als auch der Trainer noch das berühmte «echli Fingerspitzegfühl» bei dessen Vorübergehen in des Refs Ohr säuselt, ist mein Gedankenreflex wieder mal derselbe. Pfeift doch selbst mal auch nur ein Juniorenspiel und erfüllt in diesem all das, was ihr stets zu bemängeln und zu motzen habt. Oder bringt euren Spielern schlicht mehr Fussspitzengefühl bei.

Der Grat zwischen Emotionen und einem so gut wie immer ego-zentriertem Gerechtigkeitsgefühl ist zuweilen so schmal wie ein Einzelfaden in einem Spinnennetz.