Fussballverband Region Zürich

Footeco – erfolgreiche Zürcher Nachwuchsförderung im Fussball

Evaluation Footeco Zürich (Expertenbericht) - Medienmitteilung der Sicherheitsdirektion Kanton Zürich

Evaluation Footeco Zürich (Expertenbericht im PDF - 58 Seiten)

Medienmitteilung der Sicherheitsdirektion Kanton Zürich:

Seit dem Jahr 2013 gestaltet der Fussballverband Region Zürich (FVRZ) die Nachwuchsförderung der 11- bis 14-jährigen Fussballerinnen und Fussballer im Rahmen des Projekts «Footeco» des Schweizerischen Fussballverbandes. Ziel ist die Erfassung und umfassende Förderung aller Fussballtalente im Kanton Zürich. Das Sportamt des Kantons Zürich unterstützt Footeco mit einem jährlichen Beitrag. Nun zeigt eine Evaluation: Die Footeco-Umsetzung in der Fussballregion Zürich funktioniert.

Kern der Footeco-Umsetzung in der Fussballregion Zürich ist die Partnerschaft mit den drei Spitzenclubs Grasshopper Club Zürich, FC Zürich und FC Winterthur, die in den drei untereinander aufgeteilten Gebieten der Fussballregion Teams und die Vereine betreuen. Dies ermöglicht talentierten jungen Fussballerinnen und Fussballern ein qualitativ anspruchsvolles Training an den Footeco-Stützpunkten, ohne dass sie dafür gleich den Übertritt zu einem Spitzenverein und die damit verbundenen längeren Anfahrtswege an deren Trainingsorte in Kauf nehmen müssen. Gleichzeitig soll dies auch die Rückkehr erleichtern in eine Equipe des Stammvereins nach einer möglichen Nichtberücksichtigung in der nächsten Selektionsstufe.

Regierungsrat und Sportdirektor Mario Fehr und Fussball-Experte Peter Knäbel, Projektkoordinator Evaluation Footeco, haben die Resultate der Analyse heute in Zürich den Medien zusammen mit Studienleiterin Rahel Bürgi vorgestellt. Als Fazit sehen sie, dass Footeco in der Fussballregion Zürich funktioniert und die beabsichtigten Ziele grösstenteils erreicht sind. Bemerkenswert ist die mehrheitlich positive Bewertung durch die involvierten Partner, aber auch das sehr gute Echo, das Footeco bei den teilnehmenden Jugendlichen findet. Es zeigt sich auch, dass die talentierten jungen Fussballerinnen und Fussballer nach einer Rückkehr zum Stammverein dem Fussball im überdurchschnittlichen Mass treu bleiben. Soweit nach der bisherigen Projektdauer beurteilbar, ist der Nutzen von Footeco sowohl für den Breiten- wie den Spitzenfussball ersichtlich.

Abgerundet wurde die Präsentation der Studienergebnisse durch konkrete Einblicke in die Praxis der Footeco-Umsetzung durch die zuständigen Technischen Leiter der drei Spitzenclubs, Roman Hangarter (Grasshopper Club Zürich), Heinz Russheim (FC Zürich) und Philipp Dux (FC Winterthur). Die durchgeführte Evaluation liefert nun die Grundlage für weitere Optimierungen der Nachwuchsförderung in der Fussballregion Zürich.

Aufzeichnung der Medienkonferenz

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Besänftigende Absolution

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,

bfoxli@bluewin.ch  

Ist lange her seit dem vorletzten Mal, aber ich habe gewusst: irgendwann taucht es wieder auf. Irgendwann wird dies wieder zum Floskelspruch. Zu dieser – suggeriert – gleichermassen tief erklärenden wie völlig nichtssagenden verbalen Nullnummer. Ausgangslage: zugegebenermassen einige diskutable (= Diskussionen auslösende) Entscheide eines Unparteiischen. Dass die eine Partei dieselbe Szene völlig anders bewertet als die andere, liegt nicht zwingend, aber irgendwie doch in der so genannten «Natur der Sache». Hätte der Ref diese und jene Szene genau umgekehrt bewertet, würden auch umgekehrt die Meinungen der Beteiligten wieder ins Gegenteil wechseln. So flexibel sind Fussballer und deren Fans nun mal. Dies war immer so und dürfte auch so bleiben.

Lange nach dem Abpfiff wird noch immer diskutiert, doch nach und nach legen sich die Aufregungen. Da und dort geschehenes eigenes Unvermögen wird höchstens marginal erwähnt. Ob der Trainer in den anstehenden Übungseinheiten tiefer analysiert und konkret an Fehlern arbeitet, sei dahin gestellt. Als sich die ersten zum Aufbruch bewegen, sagt einer am Tisch: «Was willst du – Schiedsrichter sind auch nur Menschen.»

Hoppla. Da ist es wieder. Welches der acht Wörter ist aus diesem Spruch das Wichtigste? Es ist das «nur». Es will heissen: Holen wir den Übermächtigen auf den Boden zurück. Machen wir diese allmächtige Regelinstanz-Person – zumindest verbal – zu einem «zu uns Zugehörigen». Dieses «nur» radiert fast alle so interpretierten Fehlentscheide weg. Die drei Buchstaben in dieser Reihenfolge sind irgendwie so etwas wie eine Pauschalabsolution. Er hat zwar gesündigt, aber ist ein Mensch! Also weder Tier noch einer aus extraterrestrischen Zivilisationen Stammender. Ein mit Fleisch und Blut Gesegneter. Hat zwar ab und zu keine Ahnung, aber gibt sich Mühe.

Ich muss dann auch irgendwann die Szenerie verlassen. Zu Hause vor den Compi sitzen und Bilder bearbeiten. Auf der Heimfahrt saust mir in einer Innerorts-Zone – keine Ahnung, woher! – dieser Spruch ins Hirn: Fussballer (und deren Umfeld) sind auch nur Menschen. Ob dasselbe auf der Autobahn geschehen wäre, entzieht sich allgemeinen Erkenntnissen …