Fussballverband Region Zürich

Ein gerüttelt Mass an Informationen beim ersten Administrativkurs FVRZ

Auf Samstagvormittag des 11. September lud der Verband zum Basis-Administrativkurs auf die Geschäftsstelle in Schlieren ein.

(Text und Bilder: Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ)

28 Vereine meldeten zu dieser Weiterbildung zuständige Personen an. Die Mehrheit davon – deren 16 – waren Frauen, die in ihren Clubs verantwortungsvolle Positionen belegen. Per Wortspiel liess sich demnach feststellen: Frauen brachten sich auf Vordermann. Ausgeschrieben war der erstmals durchgeführte Basiskurs «fachliche und praxisnahe Unterstützung» zwar für Anfänger, doch nahmen auch etliche Leute teil, die schon einige Erfahrung in ihrem Rucksack mittragen.
Die Informationen wurden direkt aus dem Internet bezogen beziehungsweise via diesem auf einem Grossbildschirm unterlegt. Als Referenten gaben Theo Widmer (Leiter Technische Kommission und Vereinsunterstützer) sowie Verbandssekretär Benjamin Benz viel schon Bekanntes Preis, verwiesen aber auch auf kaum je gesichtet Verstecktes im grossen Internet-Informationsspektrum sowohl des FVRZ wie dem SFV. Verbandssekretärin Susanne Kaufmann konnte zu dieser und jener Frage ergänzend Stellung nehmen.

Allein die korrekte Verwaltung des Clubcorners verlangt ein hohes Wissen, das zu erlangen weiterhin die aktive Mitarbeit des Verbands erfordert und dieser so dem Dienstleister-Status noch intensiver nachkommt. Die Pflege der Stammdaten, die Mitgliederverwaltung und Spielerlizenzen sowie alle den Spielbetrieb betreffenden Arbeiten erfordern permanente Aufmerksamkeit und ein hohes Mass an Flexibilität.
Nach der Pause wurden weitere Themen wie Strafwesen/Strafverfügungen, das Schiedsrichterwesen sowie die FVRZ- und SFV-Homepages präsentiert und diskutiert. Dabei gab Theo Widmer eine für die Vereine mögliche zu realisierende Perspektive bekannt: «Es wäre von grossem Vorteil, wenn es für den Clubcorner die Funktion Super-User geben würde. Die Wichtigkeit dieser Funktion ist beim SFV deponiert.» Die Clubs könnten eine ‹Super-User›-Person rekrutieren, die dann im Clubcorner des eigenen Vereins auf bestimmte Anwendungen Zugriff hätte und auf viele Fragen im eigenen Verein Auskunft geben könnte. Geeignete Personen könnten so auch ähnliche Kurse wie diesen im eigenen Club anbieten.

Ein gemeinsamer Steh-Lunch beendete einen informativen Morgen, der zu gegebener Zeit in ähnlicher Form wiederholt wird.

Impressionen

Der Kurs fand in den Räumlichkeiten der FVRZ-Geschäftsstelle statt.

Referent Theo Widmer als Maskentragen-Vorbild.

Benjamin Benz gab viele vielleicht noch unbekannte Administrations-Details bekannt.

28 interessierte Vereinsverantwortliche.

Notizen machen war erlaubt und gar erwünscht.

Referent Theo Widmer im Mix zwischen Erklärungen und als Fragen-Beantworter.

Der Kurs fand mit einem Steh-Lunch seinen gemütlichen Abschluss.

zurück

Vom «gefühlten Penalty»

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch  

Ich hocke im TV-Sessel und guck, wie sie kicken. Immer mit der nötigen Distanz zum Apparat, damit ich reagieren kann, wenn da einer unverhofft den Ball in meine Stube drischt. Für diesen Fall hab ich auch immer einen frisch gepumpten Ersatzball bereit liegen, damit ich das Original als Souvenir behalten und die Reserve gleich wieder ins Feld zurückschmeissen kann. Es soll ja keine künstliche Pause geben wegen mir.

«Ooh, diese Szene möchte ich nochmals sehen», sagt ein emotional leicht angeschubster Kommentator. Das «klare Foul» im Strafraum wurde wider Erwarten nicht sanktioniert. Des Sprechenden Wunsch wird erfüllt – beim nächsten Unterbruch fahren die Zeitlupen ein. Die Führungskamera gibt nichts Definitives preis. Die Hintertorkamera lässt vermuten, dass. Von der Seite links: eine klare Sache – zu hundert Prozent nie den Ball, nur das Bein berührt. Die andere Seite klärt dann auf: zu hundert Prozent den Ball gespielt; es fand gar kein Körperkontakt statt. Es war Schwalbenwetter.

Da sitzt er nun, der arme Tor, ist trotz «nochmals sehen» nix gescheiter wie zuvor. Lässt zu jeder Einstellung seine Interpretation verlauten und kann sichs nicht verkneifen, den Satz «das war ein gefühlter Penalty» von sich zu geben. So kann man sich aus der Rosa-Brille-Interpretation doch noch irgendwie rausschmuggeln.

Da ertappe ich mich beim Kopfschütteln. Lieber Kollege von der sprechenden Zunft: lass es doch einfach bleiben. Entschieden ist entschieden, ob so oder so. Nach subjektiven Wahrnehmungen aus geschätzten 70 Metern Distanz irgendwas ins Mikrophon plaudern, was dennoch – trotz viermal «nochmals sehen» – Vermutung bleibt, gehört nicht ins Kapitel einer seriösen Berichterstattung. Lass die Schiedsrichter ihren Job machen und konzentriere du dich darauf, dass du keine Versprecher machst und Fakten korrekt wiedergibst. So ist die Aufgabenteilung, und so soll sie bleiben.