Fussballverband Region Zürich

Erfolgreiche Zürcher Teams am CS-Cup Finaltag

CS-Cup Finaltag in Basel: 6 von 13 Goldmedaillen für den Kanton Zürich.

Nach der Rekordbeteiligung mit über 500 Teams an den kantonalen Turnieren sorgten die Zürcher Finalisten auch an der Schweizer-Meisterschaft in Basel für einen Rekord. Gleich 6 von 13 Titeln gingen an den Kanton Zürich. Die Rangverkündigung begann mit der Kategorie 4-United, welche gemeinsam von den Viertklässlerinnen aus Männedorf (Schule Hasenacker) und den Viertklässlern aus Dielsdorf (Altes Schulhaus) gewonnen wurde. 4-United Zürich wurde auch zum „Team of the Year 2022“ gekürt. Die Kategorien M4 und K4 gingen an die Viertklässlerinnen und Viertklässler aus Schlieren, welche in der gleichen Klasse sind (Zelgli). Auch in den Kategorien M5 und K5 gingen die Titel an den Kanton Zürich. Die Fünftklässlerinnen aus Küsnacht (Heslibach) und die Fünftklässler aus Zürich-Schwamendingen (Saatlen) holten sich die Goldmedaillen. Den Abschluss machten die Schüler der Kategorie K9. An ihrer letzten CS-Cup Teilnahme sicherten sich die Schüler der 3. Sekundarklasse aus Zürich-Schwamendingen (Stettbach) den Schweizermeistertitel. Auch alle anderen Teams des Kantons Zürich zeigten grossartige Leistungen. Meist wurde der zweite oder dritte Gruppenrang erreicht – und das gegen 5 oder 6 Kantonalmeister anderer Kantone. In über 300 spannenden Spielen kämpften insgesamt mehr als 300 Mädchen- und Knabenteams in 13 Kategorien um die begehrten Podestplätze. 

Noch einige Zahlen zum Kanton Zürich: Für die rund 5000 Mädchen und Knaben, welche an den 11 Qualifikationsturnieren und den beiden Finalturnieren im Einsatz waren, gab es in Zürich und Winterthur an vier Mittwoch-Nachmittagen rund 1200 Spiele. Da nur 14 Teams von über 500 Teams nach Basel durften, standen das Mitmachen und der Spass im Vordergrund. Viele Klassen freuen sich bereits auf den CS-Cup 2023, vielleicht gelingt mit den gemachten Erfahrungen ja einmal sogar die Finalteilnahme… Erfreulich ist auch, dass im Kanton Zürich von allen Teams rund ein Drittel Mädchenteams waren.

Die Resultate aller Zürcher Teams:

4-United / M4  Männedorf (Hasenacker) und K4 Dielsdorf (Altes Schulhaus) > Schweizermeister

K4 / Schlieren (Zelgli) > Schweizermeister

K5 / Zürich-Schwamendingen (Saatlen) > Schweizermeister

K6 / Zürich-Uto (Entlisberg) > 2. Gruppenrang

K7 / Zürich-Glattal (Liguster) > 3. Gruppenrang

K8 / Zollikon-Zumikon (Buechholz) > 6. Gruppenrang

K9 / Zürich-Schwamendingen (Stettbach) > Schweizermeister

M4 / Schlieren (Zelgli) > Schweizermeisterinnen

M5 / Küsnacht (Heslibach) > Schweizermeisterinnen

M6 / Ebmatingen (Leeacher) > 3. Gruppenrang

M7 / Egg (Kirchwies) > 2. Gruppenrang

M8 / Zürich-Waidberg (Lachenzelg) > 2. Gruppenrang

M9 / Wald (Burg) > 2. Gruppenrang

 

Impressionen vom Finaltag

Kategorien M4: Mädchen der 4. Klasse aus Schlieren (Schule Zelgli).

Kategorien K4: Knaben der 4. Klasse aus Schlieren (Schule Zelgli).

Kategorie M5: Mädchen der 5. Klasse aus Küsnacht (Schule Heslibach).

Kategorie K5: Knaben der 5. Klasse aus Zürich-Schwamendingen (Schule Saatlen).

Kategorie K9: Knaben der 3. Sekundarklasse aus Zürich-Schwamendingen (Schule Stettbach).

Viertklässlerinnen aus Männedorf (Schule Hasenacker) und Viertklässler aus  Dielsdorf (Altes Schulhaus).

 

zurück

Die fast vergessene Intuition

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch  

Also einfach mal angenommen: Ich wäre viel, viel, viel jünger und würde der Gilde der gesuchten Profifussballer angehören. Meine Referenzen wären: physisch stark, technisch hervorragend, Koryphäe im Kopfball, überall einsetzbar und mit weit überdurchschnittlicher Spielintelligenz ausgestattet. Einfach so ähnlich wie Luca Modric oder Andrés Iniesta. Dass ich all diese Vorzüge einst in der dritten und vierten Liga nicht wie erwähnt ausspielen konnte, muss ehrlicherweise beigefügt sein.

Aber zurück zur Annahme: Es käme ein Angebot von Atlético Madrid. Wär ja möglich. Dann müsste ich mich hinsetzen und überlegen, ob die Rojiblancos eine Adresse wären. Tönte interessant. Dann aber das Aber: Brauch ich das – den Diego Simeone draussen an der Linie? Diesen Zappelphilipp-Zampano, immer zwischen Kult, Unterhaltung und einfach nur nervend? Keine (Vor-)Urteile: Mag ja sein, dass der 52-jährige Argentinier privat ein mehr als angenehmer Zeitgenosse ist und von dem ich fussballerisch noch einiges hinzu lernen könnte.

Aber jeder macht sein Image selbst. Wenns mich schon ab und zu auf regionalen Fussballplätzen stört, dass Trainer – subjektiv wahrgenommen – viel zu viel aufs Feld rufen, fast unaufhörlich auf Fehler hinweisen, Spieler von da nach dort beordern – nein danke. Niemand hat etwas gegen punktuellen Fokus, der auch verbal kund getan werden soll. Aber zu oft werden Engagement und Temperament so ausgelebt, dass Verantwortliche teilweise fast wie süchtig erscheinen.

«Geh nach dahin, lauf nach dorthin, mach dies, mach jenes, weshalb so und nicht richtig». Richtig? Ach Trainer – sei einfach still. Fussball ist und bleibt ein Fehlersport, und kein Spieler hat je jemals etwas absichtlich «falsch» gemacht. Und dein Hinweis, dass das im Training doch alles geübt wurde und jetzt dennoch nicht klappt – na und? ICH spiele und nicht du. Von draussen ist alles Theorie. Und dein Tipp, dass man doch in dieser Szene hätte SO stehen müssen und nicht anders – die Szene ist längst vorbei. Und wenn ich nächstes Mal so stehe, wie du forderst, kommt situationsbedingt eventuell genau das Falsche heraus.

Trainer: Schau zu, was gespielt wird. Du kriegst in jedem Match Anschauungsunterricht, woran im nächsten Training gearbeitet werden müsste. Und eines noch: lass uns mehr spielen. Ja, einfach spielen. Die individuelle Intuition ist und bleibt das A und O. Fast schon tragisch, dass in so gut wie keinem Lehrgang, in so gut wie keinem Lehrbuch auf diese Komponente eingegangen wird. Und so ist und bleibt die Eigenerfahrung der unangefochten beste Lehrmeister.