Fussballverband Region Zürich

Der Schiedsrichter auf dem Fussballplatz; auch ein wichtiger «Player»

Der Fussballverband Stadt Winterthur hat die Schiedsrichter der Winterthurer Stadtvereine anlässlich des gestrigen Mittwochspiels FC Winterthur gegen FC Lausanne Sports auf der Schützenwiese für ihre unermüdliche, nicht immer ganz einfache aber dennoch faszinierende Aufgabe, auf dem Fussballplatz geehrt.

Jedes Wochenende werden in der Stadt Winterthur rund 200 Fussballspiele in der Amateurliga im Aktiv-, Frauen- wie auch dem Juniorenfussball durchgeführt, welche von offiziellen Schiedsrichter der Vereine geleitet werden.

«Der Schiedsrichter leitet das Fussballspiel und verschafft den Fussballregeln Geltung» ist eine Beschreibung der Spielleiter auf dem Fussballfeld. Dass dies nicht immer ganz einfach ist, erleben wir immer wieder, wenn ein Entscheid angezweifelt oder aufgrund Emotionen auf und neben dem Spielfeld nicht verstanden wird. Dennoch ist es wichtig dass der Spielleiter den Überblick und die Ruhe in allen Situationen behält, damit Trainings- und Meisterschaftsspiele geordnet ablaufen.

Mit einer kleinen Würdigung und der Übergabe einer Trillerpfeife aus feiner Schokolade, wurde den Schiedsrichtern auf der Schützenwiese für Ihren tollen Einsatz mit einem Applaus der rund 4'000 Zuschauer gedankt. Weiter wurde anlässlich eines Apéros mit der Anwesenheit des ehemaligen FIFA-Linienrichters und heutige FIFA Funktionärs Manuel Navarro intensiv Erfahrungen und kleine Anekdoten ausgetauscht.

Da der Boom zum Fussballspielen weiterhin ungebrochen ist, benötigt es neue und weitere fussballbegeisterte Schiedsrichter, welche der «Faszination Fussball» mal von «anderer» Seite nachgehen wollen. Interessierte können sich unter www.werdeschiri.ch.

Der Fussballverband Region Zürich gratuliert dem Fussballverband Stadt Winterthur für die Initiative und die tolle Geste sowie dem FC Winterthur, welcher die «Plattform» für diesen Anlass zur Verfügung gestellt hat.

Fussballverband der Stadt Winterthur:
Der Fussballverband wurde 1940 gegründet und bezweckt insbesondere die Vertretung der allgemeinen Interessen der aktuell 10 angeschlossen Fussballvereinen der Stadt Winterthur gegenüber Dritten (wie Verwaltungen, Behörden, etc.), zur Förderung des Fussballsports unter Wahrung des Fairplay Gedankens und die Pflege der Kameradschaft.
Mitgliedvereine: FC Winterthur, FC Tössfeld; FC Wülflingen; FC Töss; SV Eisenbahner Winterthur; SC Veltheim; SC Post Winterthur; FC Phönix Seen; SC Hegi; FC Oberwinterthur

 

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Die Relativitätspraxis

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Zur Überraschung aller ist Albert Einstein wieder auf der Erde erscheinen. Die unerklärlichen Mechanismen der Wiedergeburt haben ihn auf einen Fussballplatz spediert. Da sitzt er nun und guckt und guckt. Umgeben von schreibenden, sprechenden und filmenden Medien gibt er während der Partie keinen Laut von sich. Fordernde Anfragen verweist er auf die folgende Pressekonferenz.

An dieser wird er geradezu bestürmt. Was er auf einem Fussballplatz mache, wollen die Aussagen-Jäger von ihm wissen. Albert lehnt sich im Stuhl zurück und lässt sich viel Zeit. Er habe höchst interessante Beobachtungen gemacht, notieren die Pressefritzen auf ihre Zettel. Im Bestreben, gut zu sein, gäben sich die Menschen doch erhebliche Mühe. Das Spiel mit dem Ball entspräche etwa dem, was das Leben mit dem Menschen anstelle – insofern sähe er immer ein Doppelspiel, das man in der Fachsprache durchaus auch Doppelpass bezeichnen könne.

Unverständlich sie ihm indes – so spontan –, wie blöd da einige tun könnten. Wie angeblich wichtig das alles sei, obwohls doch nur sie allein interessiere. Es sei ihm unerklärlich, dass das Wesen Mensch offenbar nicht fertig brächte, sowohl voll konzentriert wie gleichzeitig mit grosser innerer Distanz zu handeln. Das meditative Erlebnis eines Spiels – in dessen tiefstem Sinn des Wortes – sei allemal wichtiger als dem andern einen Ball ins Netz zu kugeln.

«Menschen müssen die Praxis des Relativen lernen», lässt Albert als Schlusssatz verlauten. Dann zieht er sich zurück – und ward nie mehr gesehen. Einige Journis waren enttäuscht, dass er nicht auch noch seine berühmte Zunge rausstreckte.