21.10.2019

SOCCATOURS – TRAVELLING TO SUCCESS (Premium Partner des FVRZ)

Europas erfolgreichster Veranstalter von Trainingslagern und Turnierreisen für Mannschaftssportarten bietet den FVRZ-Vereinen perfekte Reisen.

16.10.2019

Neuer Workshop im Bereich der Vereinsentwicklung

"Moderne Infrastruktur für Fussballvereine". Anmeldefrist: 1. November 2019 (es hat noch ein paar wenige freie Plätze).

08.10.2019

18. FVRZ-Gala

Ein Dankeschön-Anlass für die unermüdliche ehrenamtliche Arbeit der 176 Vereine des Fussballverbandes Region Zürich (FVRZ). Anmeldeschluss: 9. Oktober 2019!

Fussballverband Region Zürich

Verein als Auslaufmodell?

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Wer von «früher» erzählt, sollte kein Schönheits-Nostalgiker sein. Es war nicht alles besser als heute. Sowohl Zeiten, Umfeld und Beeinflussungen haben sich innert weniger Jahrzehnte teils massiv verändert. Die «alten Knacker» kommen aus einem ganz anderen Wertestatus, sind auch Produkt aus einer Zeit mit nahezu unangetasteten Hierarchien. Auch wenn es «damals» schon immer und immer wieder Probleme (= Herausforderungen) gab: Es war diese gesellschaftliche Phase auch der Boden, in das ein Pflänzchen namens Verein gesetzt werden konnte und das im besten Fall Wurzeln schlug und Früchte gab.

Ein Verein althergebrachter Schule ist ein ziemlich konservatives Gebilde, das seine Standhaftigkeit gegen «moderne» Strömungen zu verteidigen hat. Und dieses «modern» bedeutet für die meisten Jugendlichen: Mit möglichst wenig Verpflichtungen Spass haben. Schon in der Schule, im Beruf immer mehr gefordert, will man sich immerhin in der Freizeit nicht auch noch sagen lassen, was geltende, von Erwachsenen aufgestellte Regeln sind. In der warmen Stube Netzwerk-Surfen statt im Regen trainieren ist im Lauf der letzten Jahre zu einer spassigen Alternative aufgestiegen. Wer als erste Handlung nach dem Training sein Handy nach (ach so wichtigen) Mitteilungen abgrasen muss, ist geistig nicht zwingend da, wo er eben ist.

Wen wunderts: Die eigene Mannschaft ist der Verein. Weiter als über den Rand des eigenen Teams hinaus schauen bedeutet nicht zwingend Kurzsichtigkeit, gibt aber preis, wo die Prioritäten liegen. Tendenzen, denen positiv zu begegnen schwierig sind: Ein sich um die Gesamtheit eines Vereins bemühender Vorstand hat als Basis so gut wie nur «etwas von früher» vorzuweisen. Er hat ein Gebilde, zu dem Jugendliche eine hin und her tendierende Ambivalenz, zuweilen gar gröbere Zerrissenheit verspüren.

Es liesse sich – teils durchaus berechtigt – das Wort «Egoismus» anfügen. Damit wäre angefügt, in der Sache jedoch rein gar nichts gewonnen.